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Dezentrale Wasseraufbereitung

Unabhängigkeit erreichen: Die dezentrale Wasseraufbereitung

Die Wasseraufbereitung ist der Grundstein dafür, dass sauberes und sicheres Wasser gewährleistet wird. Das Feld der Wasseraufbereitung wird im großen und ganzen von zwei Ansätzen dominiert: Die zentrale Wasseraufbereitung und die dezentrale Wasseraufbereitung. Aber welche Stärken und Schwächen haben die jeweiligen Ansätze und sind die Stärken vielleicht nicht zu kombinieren, um noch robustere und sichere Ansätze zu finden? In diesem Blog befassen wir uns im Detail mit der zentralen und dezentralen Wasseraufbereitung und besprechen, wie proton-IQ® SECURO die Wasseraufbereitung revolutionieren kann und Unabhängigkeit bieten kann.

Wieso Wasser und der Zugang zu Wasser so wichtig ist, erfahrt ihr hier.

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Das Rückgrat verstehen

Die Zentrale Wasseraufbereitung

Die zentrale Wasseraufbereitung ist der komplexe Prozess Wasser an einem zentralen Standort bzw. Anlage zu reinigen, normalerweise einer Aufbereitungsstelle. Es wird das Ziel verfolgt, dem Wasser Schadstoffe, Feststoffe und sonstige Verunreinigungen zu entnehmen, sodass es sicher und sauber ist und an den Endnutzer weitergegeben werden kann.

Das Wasser wird meist aus Ufergebieten von Gewässern oder dem Grundwasser entnommen, um es dann der Behandlung zu unterziehen. Dies geschieht in großen Anlagen, welche sowohl mit fortgeschrittener Technologie als auch geschultem Personal ausgestattet sind. Die Anlage ist örtlich strategisch angesiedelt, damit sie eine bestimmte Region bzw. ein bestimmtes Gemeindenetzwerk mit sauberem Wasser versorgen kann. Dieses Wasser wird dann von der Aufbereitungsanlage über die Leitungsinfrastruktur an die Endnutzer weitergegeben.

Dieser Ansatz der Wasseraufbereitung ist der Grundstein der Wasserversorgung unserer Welt, ca 70-80% der Weltbevölkerung erhalten ihr Trinkwasser aus einer zentralen Wasseraufbereitungstation. Diese Stationen können sehr klein sein und eine Kommune versorgen oder sehr groß sein und ganze Großstädte versorgen. Die zentrale Wasseraufbereitung hat im großen Maße dazu beigetragen, dass der Zugang zu sicherem und sauberen Wasser im globalen Stil erreicht bzw. verbessert werden konnte.

Auch wenn die Statistiken die Effektivität der zentralen Wasseraufbereitung unterstreichen vor allem die große Mehrheit mit sauberem Wasser zu versorgen, so ist doch nicht jeder Mensch mit sauberem Wasser ausgestattet, es bleiben einige Herausforderungen bestehen. Einige davon sind zum Beispiel, die Anfälligkeit für Unterbrechungen und Umwelteinflüsse, welche bedeuten, dass gleich das gesamte Versorgungsnetz nicht mehr mit sauberem Wasser versorgt werden kann. Außerdem muss die Infrastruktur gebaut, gewartet und instand gehalten werden. Gibt es also eine Alternative zur zentralen Wasseraufbereitung?

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Die Alternative verstehen

Die Dezentrale Wasseraufbereitung

Die dezentrale Wasseraufbereitung würde einen Umschwung im Wassermanagement bedeuten und die Aufbereitung näher an den Ort der Verwendung bringen. Im Gegensatz zu zentralen Systemen welche meist auf sehr große Anlagen basieren, bringt die dezentrale Wasseraufbereitung kleine vor-Ort Anlagen und Behandlungsmöglichkeiten zum Einsatz. Diese Systeme werden den Vorgaben und Bedarfen der Gemeinden, Industrien und Einsatzorten individuell angepasst, es ergibt sich ein adaptives, flexibles System.

Die dezentrale Wasseraufbereitung Methode kann verschiedene Technologien beinhalten, z.B. point-of-use-Systeme, Vor-Ort Generatoren und Modulare Aufbereitungssysteme. Die Flexibilität und Adaptabilität dieser Systeme machen sie besonders vorteilhaft für mehrere Anwendungen an einem Ort.

Obwohl die Einbindung dezentraler Systeme zunimmt, sind keine vertrauensvollen Statistiken über die Quantität der Anwendung bekannt. Die Zunahme ist dennoch damit zu begründen, dass die Limitierungen der zentralen Wasseraufbereitung abgelegene Orte erreichen und spezifische Wasserqualitätsansprüche einzuhalten immer mehr erkannt werden. Außerdem spielt die dezentrale Wasseraufbereitung eine wichtige Rolle im Aufbau von Widerstandsfähigkeit in Hinsicht auf die Klimakatastrophe.

Insbesondere Regionen mit eingeschränktem Zugang zu zentraler Infrastruktur, wie ländliche und Entwicklungszonen, greifen immer mehr auf dezentrale Wasseraufbereitungsmöglichkeiten zurück. Die Skalierbarkeit der Systeme ermöglicht es, dass bei schwankenden Bedarfen und sich erst entwickelnden Bedarfen die gleichen Systeme genutzt werden können und trotzdem immer sicher und sauberes Wasser gewährleistet werden kann.

Der Trend zur dezentralen Lösung fügt sich in die wachsende Aufmerksamkeit für lokale Wasser Sicherheit und die Notwendigkeit von nachhaltigen, Gemeinschaft-spezifischen Lösungen ein. Da die Technologien immer besser werden und auch der Zugang zu ihnen einfacher, wird der dezentralen Wasseraufbereitung eine immer wachsende Rolle im Gewährleisten von sauberem und sicherem Wasser für alle zugewiesen.

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Zentrale vs Dezentrale Wasseraufbereitung

Die richtige Balance

Der makroskopische Ansatz

Zentrale Wasseraufbereitungsanlagen behandeln täglich große Volumen an Wasser. Dadurch bieten sie Skalierungseffekte, welche die Betriebskosten auf die Wassermenge bezogen deutlich senken können, vor allem im Vergleich zu kleineren dezentralen Anlagen und Ansätzen. Die weitverbreitete Anwendung von zentralen Wasseraufbereitungslösungen hat signifikant dazu beigetragen, dass Millionen von Menschen global sauberes und sicheres Trinkwasser zur Verfügung haben.

Obwohl die Systeme an sich oft nicht unbedingt anfällig für Störungen sind, sind Störungen doch immer gleich sehr folgenreich. So fällt die Versorgung direkt für ganze Teile der Gemeinschaft aus. Falls Umweltkatastrophen auftreten und die Wasseraufbereitungsstelle betroffen ist, sind Reparaturen und Wartungen langwidrig und haben so einen starken Einfluss auf die umliegenden Gemeinschaften. Wie umgeht man diese Herausforderung?

Lokale Autonomie stärken

Den Kontrast hierzu bildet die dezentrale Wasseraufbereitung, welche in seiner Adaptabilität im Vergleich gerade zu glänzt. Maßgeschneiderte Lösungen können dort eingesetzt werden, wo sie gebraucht werden, sodass die Wasserqualität gewährleistet wird ohne dass extensive Infrastruktur entwickelt werden muss. Den größten Vorteil birgt die dezentrale Wasseraufbereitung also in abgelegenen Orten, um den Zugang zu sicherem Trinkwasser auch hier herzustellen. Dennoch können auch größere industrielle Betriebe von der dezentralen Wasseraufbereitung profitieren, wenn sie zum Beispiel besondere Anforderungen an das Wasser haben.

Dezentrale Systeme sind dynamisch, können auf Umgebungsänderungen schnell reagieren und können kleine Kommunen die Möglichkeit bieten sich selbst mit sauberem Wasser zu versorgen. Aber auch hier gibt es nicht nur Vorteile, zum Beispiel gibt es keine Skalierungseffekte und auch die Ressourcenverteilung ist dann nicht immer klar.

Stärken verbinden, Risiken mindern

Wenn man sich beide Ansätze einmal ganzheitlich ansieht, erkennt man, dass jeweiligen Stärken sich komplimentieren. Zentrale Systeme können große Volumina an Wasser effizient behandeln, dezentrale Systeme bieten Adaptabilität für lokale Lösungen. Kann man also diese Stärken kombinieren in einem System und so die Risiken, die die jeweilige Lösung mit sich bringen, mindern?

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Die richtige Balance

proton-IQ® SECURO

Die Antwort auf diese Frage: proton-IQ® SECURO. Unsere innovative Anlagenwerte, die die Stärken verbinden kann. Sie verbindet die Effizient und Robustheit von zentralen Lösungen mit der Skalierbarkeit und Adaptabilität von dezentraler Wasseraufbereitung.

proton-IQ® SECURO ist eine vor-Ort Desinfektionsmittel Produktionsanlage, welche Unabhängigkeit und Sicherheit auch an abgelegene Orte bringen kann. Unsere Anlagenreihe ist aber auch in zentralen Wasseraufbereitungsstationen einsetzbar und kann auch hier erhebliche Vorteile zu herkömmlichen Methoden bieten. Zum Beispiel brauchen keine Chemikalien mehr geliefert bzw. gekauft werden, was Kommunen und Industrien gleichermaßen Eigenständigkeit bietet. Das Design des Systems gewährleistet Skalierbarkeit, was wiederum ein breites Anwendungsspektrum bietet, von kleineren, individuellen Stationen bis hin zu größeren, zentralen Wasseraufbereitungsanlagen.

diese Stärken verbinden heißt auch, dass proton-IQ® einen deutlichen Schritt hin zu nachhaltigen Systemen im Wassermanagement bedeutet. Wir können nicht nur sicheres Wasser gewährleisten, sondern auch Kommunen in ihrem Wachstum und Wasserzugang stärken. Sauberes, sicheres Wasser ist für alle.

Aber warum nur über Trinkwasser sprechen?

Diese Diskussion ist aber weitreichender als nur unsere Versorgung mit Trinkwasser. Auch in der Abwasserreinigung gibt es zentrale und dezentrale Aufbereitungsansätze. Hierzu aber mehr in einem weiteren Post.


Bildquellen: Header: Matthew Feeney on Unsplash; Zentrale Wasseraufbereitung: Karim Ghantous on Unsplash; Dezentrale Wasseraufbereitung: Nadine Shaabana on Unsplash; Die richtige Balance: Kelly Sikkema on Unsplash; Abwasser: Ivan Bandura on Unsplash

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